Aktuelle Situation auf dem Ausbildungsmarkt

Die berufliche Ausbildung in Deutschland hat für die meisten Nationen einen Vorbildcharakter. Diese Berufsausbildung wird oft als duales System gehandhabt, wobei die Azubis einen praktischen sowie theoretischen Teil erlernen müssen. Die duale Ausbildungsmöglichkeit sorgte für einen enormen Zuwachs an jungen Fachkräften innerhalb der letzten Jahre. Jedoch ist die Anzahl der abgeschlossenen Ausbildungsverträge von 2011 bis 2017 um mehr als 100.000 gesunken.1 Hinzu kommt, dass bestimmte Ausbildungsbereiche verkümmern und andere Bereiche hingegen immer beliebter werden.

Im heutigen Blogbeitrag soll es genau um dieses Thema gehen. Wir stellen Ihnen interessante Zahlen, Daten und Fakten bezüglich der aktuellen Situation auf dem deutschen Ausbildungsmarkt vor.

Rückgang abgeschlossener Verträge

Wie bereits erwähnt ist seit den letzten Jahren ein Rückgang an abgeschlossenen Verträgen zu erkennen. Im vergangenen Jahr (2019) ist die Anzahl auf 525.100 um 1,2 % gefallen. Hierbei waren insbesondere die Bereiche Handwerk, Industrie und Handel betroffen. Dagegen ist in den Bereichen Gesundheits-, Erziehungs- sowie Sozialwesen ein steigender Trend zu erkennen. Die Zahl der Auszubildenden hat sich dabei um 4 % erhöht.

Weniger junge Menschen mit Berufsabschluss

Ein weiteres Problem ist die Zahl junger Menschen ohne Berufsabschluss. Hierbei hatten im Jahre 2018 14,4 % der 20 bis 34-jährigen Personen keine abgeschlossene Berufsausbildung. Im Jahre 2019 ist der Wert bei den Personen ohne Migrationshintergrund auf 8,3 % gesunken. Bei den Personen mit Migrationshintergrund ist die Quote jedoch auf 32,9 % angestiegen.

Vertragslösungen bedeuten nicht immer Abbruch

Eine erfreuliche Erkenntnis ist, dass die Vertragslösung durch den Azubi nicht unbedingt ein Abbruch der Ausbildung bedeutet. Im Jahre 2018 wurden etwa 26,5 % der Ausbildungsverträge aufgelöst. Von diesen Vertragslösungen haben immerhin mehr als 60 % der Personen ihren Weg weiterhin in der Ausbildung gewählt.

Angebot deckt Nachfrage

Eine weitere erfreuliche Nachricht ist, dass sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage verbessert hat. Von 2018 bis 2019 hat sich die Anzahl offener Ausbildungsstellen um 4.500 vermindert. Bei einer Nachfrage von 100 Bewerbern waren es 105,2 Stellen, die angeboten wurden. Regional gibt es dennoch große Unterschiede, was Angebot und Nachfrage betrifft. Betriebe im Nordosten Deutschlands haben eher Probleme bei der Besetzung von Stellen. Während der südliche Teil Bayerns weniger Probleme mit der Besetzung hat.

Frauen sind eher im Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesen vertreten

In der dualen Ausbildung ist die Frauenquote von 2017 (37 %) bis 2018 (36,1 %) um 0,9 % gesunken. Im Jahre 2002 betrug der Anteil der Frauen noch etwa 41 %. Doch im Gesundheits-, Erziehungs- und Sozialwesen sind Frauen eindeutig besser vertreten. Von 186.000 Personen haben sich 76,2 % für die schulischen Ausbildungsgänge entschieden.

Das waren die wichtigsten Informationen zur aktuellen Situation auf dem Ausbildungsmarkt. Wenn Sie mehr dazu erfahren möchten, können Sie dies mithilfe der folgenden Quelle tun.

Ihr AzubiScout Team


1 Quelle: Berufsbildungsbericht 2020 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, Link: https://www.bmbf.de/upload_filestore/pub/Berufsbildungsbericht_2020.pdf

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