Ziele setzen für´s neue Ausbildungsjahr

Herzlichen Glückwunsch! In vielen Teilen Deutschlands startete vor wenigen Tagen das neue Ausbildungsjahr. Wir hoffen, dass Sie und Ihre Auszubildenden einen erfolgreichen Ausbildungsbeginn hatten und Sie nun gemeinsam mit Ihren jungen Talenten hoch motiviert in diesen neuen Lebensabschnitt starten können. Viele große Ereignisse stehen an: Orientierungsphase, Probezeit, Zwischenprüfungen, Zukunftsorientierung, Abschlussprüfungen, Übernahme und der Sprung in die Arbeitswelt als ultimatives Ziel. Bei der Formulierung Ihrer individuellen Ziele möchten wir Ihnen behilflich sein. Gern können Sie diesen Beitrag auch mit Ihren Auszubildenden teilen, so können vielleicht auch sie davon profitieren.

Wenn Sie nun also an eine feste Zielsetzung denken, dann sollten Sie die Ziele stets schriftlich fixieren. Denn ein schriftlich festgehaltenes Ziel wird zu 95% häufiger verwirklicht als Ziele, die wir uns nur „überlegt“ haben. Woran liegt das? Tja, der Mensch versucht sich manchmal selbst zu betrügen, damit man im Nachhinein sein Gesicht wahren kann…: „Naja, so habe ich das ja gar nicht unbedingt gemeint/gesagt. 2x im Monat Sport reicht auch…“ Diese Problematik kennt sicherlich jeder.

Als weiteren Tipp können wir Ihnen verraten, dass Sie die Zettel mit Ihren Zielen immer gut sichtbar machen sollten. „Das Ziel vor Augen“ bekommt dann eine ganz neue Bedeutung. Hängen Sie die Erinnerungen überall dort auf, wo es für das Ziel relevant ist. Also zum Beispiel die Erinnerung seltener den Kühlschrank zu besuchen am Kühlschrank, den Hinweis öfter am Telefon zu lächeln auf/neben den Hörer oder das Vorhaben den PC beim Verlassen des Schreibtischs zu sperren an den Bildschirm.

Nun kommen wir zum Kern der Sache: die Formulierung Ihrer Ziele. Hierfür gibt es eine ganz einfache Methode, dass Sie bei der Verwirklichung Ihrer Vorhaben unterstützt: das SMART-Prinzip.

S = spezifisch, M = messbar, A = attraktiv, R = realistisch, T = terminiert

Die einzelnen Buchstaben stehen jeweils für eine Eigenschaft, die Ihr Ziel aufweisen sollte.

S. Spezifisch. Ein allgemeines Ziel ist gut und schön, es wird Ihnen allerdings nicht helfen, wenn Sie nicht ein wenig konkreter werden. So ist zum Beispiel das Vorhaben „Ich möchte meinem Azubi in der Probezeit unterstützen“ wenig sinnvoll. Entscheiden Sie sich, was Sie genau tun möchten. Wie wäre es mit „Ich möchte ihm/ihr bei der Eingewöhnung in das neue Team helfen, indem ich ihn/sie jeden Tag mit zum Mittagessen nehme.“

M. Messbar. Wenn Sie wissen wollen, ob Sie Erfolg hatten, sollten Sie Kriterien zur Bewertung festlegen. Quantitative Ziele kann man am Ende leichter auswerten und sich dann stolz auf die Schulter klopfen. „Ich möchte den Azubi jeden Tag mindestens 3 Wochen lang mit zum Mittagessen nehmen.“ oder „Ich werde jeden Dienstag, Donnerstag und Sonntag in meinen Zumba Kurs gehen.“

A. Attraktiv. Wofür machen Sie das alles? Was ist das übergeordnete Ziel? Die Frage nach dem „Warum“ und „Wofür“ treibt uns an. Wir nennen diese Faktoren auch oft intrinsische Motivation. Dieser Punkt unterscheidet sich natürlich für jeden. Hier gibt es kein Patentrezept. Jeder muss sich diese Fragen selbst beantworten, hören Sie am besten in sich hinein. Wenn Sie Azubis motivieren wollen, hilft es, genau zu wissen, was den Auszubildenden persönlich antreibt: der Wunsch der Selbstverwirklichung, soziale Kontakte, Teamarbeit, Selbstständigkeit, Fairness, Zukunftspläne, usw. Faustregel: sein Sie „brutal“ ehrlich zu sich selbst. „Ich möchte dem Azubi bei der Eingewöhnung helfen, damit er einen besseren Start in die Ausbildung genießt als ich früher.“ oder „Ich gehe zum Zumba, weil ich endlich in meinen Traum-Bikini passen möchte.

R. Realistisch. Ist es wirklich realistisch den Auszubildenden jeden Tag mit in die Kantine zunehmen? Prüfen Sie vorher Ihren Kalender, ob nicht vielleicht doch der ein oder andere Termin Ihrem Ziel im Weg steht. Falls es schon jetzt abzusehen ist, dass Sie es nicht ganz schaffen werden: modifizieren Sie Ihr Ziel und machen Sie es realistischer. Ein Azubi wird es zum Beispiel auch nicht von einer 5 in Mathe auf dem Halbjahreszeugnis auf eine 1 am Ende des Schuljahres schaffen – auch bei aller Motivation nicht. Ein zu hoch gestecktes Ziel führt schnell zur Demotivation – Gift für die Zielerreichung.

T. Terminiert. Verlieren Sie den zeitlichen Aspekt nicht aus den Augen. Setzen Sie sich Start- und Enddaten für Ihr Vorhaben und ggf. Termine für Meilensteine. Umso konkreter die zeitlichen Vorgaben desto realer und greifbarer wird das Ziel.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg mit Ihren beruflichen und privaten Zielen und drücken die Daumen, dass alles so klappt, wie Sie es sich vorstellen.

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