Wie qualifiziert sind Ausbilder? (Handlungsempfehlung 2019)

Vor wenigen Wochen baten wir Sie, sich bei einer landesweiten Umfrage konzipiert von unserer Kollegin Sabine Bleumortier zu beteiligen. Thematisch beschäftigte sich die Umfrage mit der Fragestellung, wie qualifiziert ausbildende Fachkräfte in ihren Ausbildungsbetrieben wirklich sind, wie sie auf ihre Aufgabe als Ausbilder vorbereitet werden, welche Weiterbildungsmaßnahmen zum Ausbilder-Dasein dazugehören usw.  

Vor zwei Wochen haben wir Ihnen bereits die Ergebnisse der Umfrage vorgestellt.

 

Heute widmen wir uns den von Frau Bleumortier zusammengefassten Handlungsempfehlungen: 

Die Funktion des Azubibetreuers im Fachbereich der Ausbildungsbetriebe ist eine der wichtigsten im Rahmen der betrieblichen Ausbildung.  

Wenn Ausbildungsbetriebe ihre Ausbildungsplätze besetzen und Auszubildende erfolgreich ausbilden möchten, müssen folgende Punkte sichergestellt werden: 

Ausbildende Fachkräfte sind auf ihre Funktion vorzubereiten. 

  • Dazu müssen diese namentlich benannt werden. – Ein Anforderungsprofil sollte erstellt werden. – Die Aufgaben eines Azubibetreuers sind schriftlich festzulegen und mit den Azubibetreuern zu besprechen. – Die weitere Vorbereitung kann z.B. durch persönliche Gespräche, Informationsunterlagen, Trainings und/oder die Ausbildereignungsprüfung geschehen. 

Regelmäßige Qualifizierungsmaßnahmen sollten zur Unterstützung für ausbildende Fachkräfte angeboten werden. 

  • Neben Präsenztrainings ist hier an neue Formate und insbesondere Kombinationen von Präsenztrainings mit Onlinebaustellen zu denken. – Es sollten mindestens 2 Veranstaltungen für ausbildende Fachkräfte pro Jahr angeboten werden. – Die Trainingsschwerpunkte (Kommunikation mit Auszubildenden, Konfliktmanagement, Beurteilungsgespräche, Motivation usw.) sind beizubehalten. Daneben dürfen Lehrmethoden, die Generation Z, die Lernprozessbegleitung, Selbst- und Zeitmanagement und kulturelle Themen nicht vergessen werden. – Die Möglichkeit für ausbildende Fachkräfte Trainings bei externen Anbietern zu besuchen, ist zu klären und im Betrieb zu kommunizieren. – Neben den Trainings sind auch andere Formate wie Vorträge, Workshops oder Treffen zum Erfahrungsaustausch empfehlenswert. – Methoden wie ein „Perspektivenwechsel“ oder mehr individuelles Coaching können die Ausbildung zudem bereichern. – Weiter können Checklisten, die den Ausbildungsalltag erleichtern, oder Intranetseiten mit speziellen Informationen für Azubibetreuer zur Verfügung gestellt werden. 

Die Möglichkeiten der Digitalisierung dürfen genutzt werden. 

  • Neue Formate mit Onlinebausteinen wie Webinaren, Videos, Communities im Kombination mit den Präsenztrainings sollten genutzt werden. – Ausbildende Fachkräfte müssen fit in Sachen Digitalisierung und Medienkompetenz gemacht werden. – Der Einsatz eines digitalen Tools im Ausbildungsmanagement (z.B. für Ausbildungspläne, Berichtswesen, Beurteilungen usw.) ist zu prüfen. 

Der Stellenwert der Ausbildung in den Betrieben ist zu erhöhen. 

  • Mit der Steigerung des Stellenwerts der Ausbildung wird zudem die Chance erhöht, mehr Ausbildungsplätze zu besetzen. 
  • Ausbildende Fachkräfte und deren Funktion muss mehr geschätzt werden. Hier sollten mögliche Aktionen geplant und mit dem Management besprochen werden. – Best-Practice-Beispiele können helfen. Ein Beginn kann der Vergleich des Ausbildungsbetriebs mit den Ergebnissen der vorliegenden Umfrage darstellen. 

Quelle: https://www.bleumortier.de/index.php/service/umfrage/ 

Ausbilder-Infos

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