Tipps für die betriebliche Ausbildung von Geflüchteten

Die Zahl der Emigranten in Deutschland ist in den letzten 20 Jahren deutlich gestiegen. Im Jahre 2016 wurde mit über 745.000 Asylbewerber ein Allzeit-Hochpunkt erreicht (Statista Umfrage). Auch wenn die Zahlen nach heutigem Stand nicht mehr ganz so hoch sind (Stand 2019: 166.000), ist das Thema Flüchtlingspolitik für Deutschland noch längst nicht abgehakt. Das Bundesbildungsministerium unterstützt die Integration von Emigranten mithilfe von zwei gezielten Maßnahmen. Eine Maßnahme ist der Zugang zu Bildung und Ausbildung. Weil Unternehmen eben immer mehr offene Ausbildungsplätze gegenüberstehen, kann die Ausbildung von Geflüchteten den Fachkräftenachwuchs sichern.

Möchten Sie also Geflüchtete in ihrem Betrieb aufnehmen und ausbilden, dann sollten Sie einige Aspekte beachten.

Rechtliches

Anerkannte Geflüchtete, die eine Aufenthaltserlaubnis besitzen, dürfen unmittelbar eine betriebliche Ausbildung beginnen und mit dem üblichen Gehalt vergütet werden. Asylbewerber und Geduldete dürfen jedoch nur nach Zustimmung der Ausländerbehörde eine Ausbildung aufnehmen. Dies gilt aber nur, wenn es sich um eine ungewöhnliche und nicht staatlich anerkannte Ausbildung handelt. Asylbewerber dürfen innerhalb der dreimonatigen Frist keine Beschäftigung ausüben.

Eigenschaften, die ein Ausbilder aufbringen sollte

Nicht selten haben Emigranten extreme Erfahrungen in ihrem Heimatland gemacht. Viele verlassen ihre Heimat aufgrund von Krieg, Verfolgung, Gewalt usw. Deshalb sollte ein Ausbilder immer viel Verständnis aufbringen und sich im Vorfeld mit dem Umgang mit Vertriebenen auseinandersetzen.

Sprachförderung

Üblicherweise haben Emigranten wenig Vorwissen. Deswegen sollten Sie im Vorhinein immer für eine ausreichende Grundbildung und Sprachkenntnis sorgen. Beispielsweise biete das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) Sprachkurse an. Der Großteil muss aber vorerst einen Integrationskurs durchlaufen, der etwa 700 Stunden umfasst. Nach dem Bestehen einer Prüfung wird anschließend ein Zertifikat ausgestellt.

Staatliche Fördermittel

Es gibt zahlreiche Fördermittel, mit denen man Azubis mit Migrationshintergrund während der Ausbildung unterstützen kann. Ein Beispiel dafür wäre die assistierte Ausbildung, wobei der Azubi durch eine von der Agentur für Arbeit gestellten Person kontinuierlich begleitet und unterstützt wird. Um die dadurch entstehenden Kosten müssen Sie sich als Ausbilder keine Gedanken machen.

Ihr AzubiScout Team

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