Halloween-Special: Gruselige Ausbildungsgeschichten

Leider lesen wir immer wieder schockierende Geschichten von Azubis und Ausbildern. Hierbei handelt es sich allerdings nicht um Horror-Geschichten á la Stephen King, sondern Alltags-Storys, die die Ausbildungsbeauftragten oder Azubis während ihrer Ausbildungszeit erleben. Bei der Recherche für diesen Beitrag stießen ich online auf ein Forum, wo sich Praktikanten, Azubis oder ehemalige Azubis über ihre schlimmsten Erfahrungen austauschen. Einige möchte ich nun mit Ihnen teilen:

Essik schrieb: „Ich habe ein halbes Jahr in einem mittelständischen Unternehmen gearbeitet. In meiner (Marketing)Abteilung waren ausschließlich Frauen, und genau so war auch die Stimmung. Ständig Gekeife, Gezicke und Eifersüchteleien. Meine Vorgesetzte mochte es nicht, wenn männliche Mitarbeitende nett zu mir waren und hat deshalb ständig mich und meine Arbeit schlecht gemacht. … Wenn sie mit einer meiner Ausgaben nicht zufrieden war, hat sie mir keine Aufgaben mehr gegeben, um mich zu bestrafen. Ich hatte dann teilweise tagelang nichts zu tun. Und mein Projekt, dass ich mir ausgedacht und geplant hatte für meine Abschlussarbeit, hat sie mir dann auch noch weggenommen. Gespräche mit ihr waren nicht möglich, von ihr kamen immer nur Sprüche wie „Ich bin deine Vorgesetzte, ich kann das machen wie ich will.“ … SCHRECKLICH. Ich bin so froh, dass es vorbei ist.“

Smiley86 schrieb: „Ich habe schon die lustigsten Dinge erlebt. Kommunikationsverbot der Mitarbeiter untereinander (außer Telefon und E-Mail), … und Abteilungen erfinden, die es nicht gibt (dazu muss man verdammt kreativ sein).“

Nikisophiia schrieb: „Hab mal mal bei XXX Praktikum gemacht..war so der Horror..ich sollte Regale einräumen und dann kam ein älterer Kunde zu mir, der fragen wollte, wo er denn Haarbürsten findet. Hab meine Arbeit stehen gelassen und mit ihm die Haarbürsten gesucht. Als ich wiederkam hat schon eine Mitarbeiterin auf mich gewartet und mich richtig angemotzt ich solle doch die Arbeiten auch zu Ende führen, die mir aufgetragen wurden. Dann habe ich mich entschuldigt und gesagt, dass der Kunde aber doch König ist und ich ihn doch nicht einfach stehen lassen kann. Dann hieß es ich solle mich ihr nicht widersetzen. Einmal sollte ich eine Palette leer machen und hab dafür nun mal länger gebraucht weil ich mich noch nicht so auskannte (war erst einen Tag da) :/ Dann kam auch noch eine Kundin, die wissen wollte, welches Shampoo besser ist. Da ich ihr nicht nur die Inhaltsstoffe vorlesen wollte, meinte ich dass ich leider nur Praktikantin bin, ich aber meine Kollegin fragen werde und die hat sich dann um die Kundin gekümmert! Ein paar Stunden später wurde ich von der Chefin ins Büro gerufen, die dann zu mir meinte dass ich zu langsam arbeite und sie mitbekommen hat, dass ich überhaupt nicht mit Kunden umgehen kann und dass ihr sowas noch nie untergekommen ist… Als mir die Tränen in den Augen standen meinte sie zu mir: „Heul jetzt aber nicht, ok ?…“ Ich war 14 Jahre alt, es war mein erstes Praktikum und ich hätte mich nie getraut, da noch was zu sagen.“

Crazygrace schrieb: „Ich war in der 9. Klasse mal 2 Wochen beim Notar und ich habe ab der 2. Woche jeden Tag geheult! Die ersten Tage waren schon schlimm die haben tausende von Akten auf einem riesigen Tisch gesammelt, die ich alle einsortieren durfte. Und dann nichts mehr außer Kaffeemaschine putzen und angemotzt werden. Ich war so froh, dass es vorbei war!

Carouv schrieb: „Ich hab letztes Jahr ein Probearbeitspraktikum für einen Ausbildungsplatz bei einem Tierarzt gemacht. 4 Tage war ich da, es gab 3 Helferinnen, aber niemand ist mit in die Behandlungsräume gegangen. Immer nur hinterher um ggf. Spritzen aufzufüllen und halt alles zu putzen. Klar das gehört ja dazu und ist vielleicht sogar Hauptaufgabe, aber nur?! Außerdem wurde in den 4 Tagen so extrem mit mir über die derzeitige Auszubildende gelästert, dass ich da selbst nun wirklich nicht mehr arbeiten wollte.“

Lady_autumn schrieb: „Ich durfte in einem Apothekenpraktikum (6 Monate)… arbeiten, weil die immer „wichtige Vorgänge“ auf Facebook, Youtube, etc hatte.
Habe da auch diverse Sachen im Labor machen dürfen, das ist alles rechtlich nicht so ganz korrekt zugegangen „das will der Herr Apotheker so, da brauchst du nicht rum heulen DU MACHST DAS JETZT!!!“
Da gab es dann mega Stress mit dem Chef, weil davon NICHTS wusste und er ja für alles, was da nicht korrekt zugegangen ist, haftbar ist.
Die wollte erst mir das unterschieben „ja ich weiß nicht, wieso die Frau S. das so gemacht hat“ blabla.“

Jana von Kdr schrieb: „In der 9. Klasse, Sozialpraktikum im Altenheim. Haben mich 2-3 Std mit den alten Leuten in der Küche / Gemeinschaftsraum stehen lassen und wenn ich raus bin um zu fragen, ob ich nicht was tun kann, wurde ich angeschnauzt, ich soll wieder reingehen und die Spülmaschine weiter ausräumen (mit der ich schon lange fertig war). Ich stand ernsthaft NUR rum. Ich hab irgendwann sogar die Fliesen gezählt. Und als ich mit den Leuten Mensch ärgere dich nicht spielen wollte, weil dieses Nichts-tun echt unerträglich war, hab ich auch Anschiss bekommen. Zeugnis war auch geht so, hätte meine Aufgaben nicht ordentlich erledigt.“

 

Gruselig, oder?

Leider sind dies nur wenige Beispiele aus mehreren hundert Beiträgen, die das Forum zählt. Ich hoffe sehr, dass Ihnen solche Erfahrungen erspart geblieben sind und Sie nun Ihren Azubis und Praktikanten ein angenehmeres Arbeitsklima bieten, als die Ausbilder in diesen abschreckenden Geschichten. Jedoch mache ich mir bei Ihnen keine Sorgen 😊

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