Generationen-Klischees – Damit Sie nicht in die Klischee-Falle tappen

Klischees. Wer kennt Sie nicht? Ständig scheint sich jemand Namen für verschiedene Altersstufen auszudenken und eigene Stereotypen zu definieren. Doch was ist dran an den Klischees über Generation Babyboomer, X, Y und Z? Kommen diese wirklich so schlecht miteinander aus?

Im heutigen Beitrag stellen wir Ihnen verschiedene Generationen-Klischees vor und zeigen auf, welche davon der Wahrheit entsprechen.


Generationenübersicht

Hier zunächst eine kleine Übersicht über die verschiedenen Generationen.

Babyboomer (1946-1964):

  • Erste Nachkriegsgeneration nach dem 2. Weltkrieg
  • Geburtenreichste Generation

Generation X (1965-1979):

  • Geprägt durch die Wirtschaftskrise
  • Hohe Scheidungsrate
  • Geburtenschwache Generation

Generation Y (1980-1993):

  • Geprägt durch das Internet und die Globalisierung
  • Hohes Bildungsniveau

Generation Z (1994-2010):

  • Hat die Digitalisierung vollständig in Ihr Leben integriert
  • Fordert klare Trennung von Arbeit und Freizeit

Klischees

1: Mehr LIFE als WORK?

Generation X, Y und Z sollen wohl als junge Arbeitnehmer Wert darauflegen, dass ihr Job ihrem Privatleben untergeordnet werden kann. Befragungen von Schülern, Studenten etc. haben dieses Klischee bestätigt. Wenn man nun genauer hinschaut, gibt es kleine Unterschiede zwischen den Generationen. Studenten der Gen Z setzen etwas weniger auf eine ausgewogene Work-Life-Balance als die Studenten der Gen Y. Denn 58 % der Gen Y halten die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für wichtig, was etwa 11 % mehr als die der Gen Z sind.

2: Aufgaben wichtiger als der Lohn?

Fakt ist, dass sowohl die jungen als auch die älteren Arbeitnehmer nicht rund um die Uhr arbeiten möchten. Zudem will keiner auf einen angemessenen Lohn verzichten. Für Studierende der Gen Y sowie Z hat der Lohn die oberste Priorität. Für die Angehörigen der Gen Y kommt zusätzlich noch die Sicherheit dazu. Bei der Gen Z stehen neben dem Gehalt das Training, die Weiterbildung, die Sicherheit sowie die Aufgaben im Vordergrund. Für viele Arbeitsmenschen, von denen es sicherlich mehr bei den Babyboomern und der Gen Z gibt, spielt der Sinn ihrer Tätigkeit eine weitere wichtige Rolle. Die einen möchten sich in der Arbeitswelt entwickeln und frei entfalten, während die anderen eher flexibel sein und einen entspannten Job haben möchten.

3: Haben jüngere Arbeitnehmer mehr Möglichkeiten bei der Jobauswahl?

Es stimmt wirklich, dass junge Arbeitnehmer flexibler bei der Jobauswahl sind. Jedoch gibt es diesbezüglich einige Einschränkungen. Nicht jeder Job kann von jungen Arbeitnehmern besetzt werden. Außerdem gibt es nur eine begrenzte Anzahl an freien Stellen, welche die jüngere Generation ansprechen. Bei vielen Großkonzernen wie Daimler oder Google mangelt es nur in speziellen Bereichen an Fachkräften. In anderen Bereichen gibt es wiederum zu viele Bewerber. Einem aussagekräftigen Lebenslauf kommt deshalb eine hohe Bedeutung zu. Gefragt sind vor allem Bewerber, die digitales Wissen und spezialisiertes Know-how vorlegen können.

Die Meinungen zu Klischees sind sehr verschieden. Beispielsweise ist Professor Hannes Zacher (Universität Leipzig) der Meinung, dass Klischees dazu verwendet werden, Produkte wie Bücher oder Workshops besser zu verkaufen. Er bestreitet die Unterschiede zwischen den Generationen hinsichtlich der Werte, Einstellungen sowie Verhaltensweisen und betont, dass es keine wissenschaftlichen Beweise dafür gibt.


Hiermit sind wir am Ende des heutigen Beitrags angelangt. Wie immer können Sie uns bei Fragen zu diesem Thema gerne kontaktieren.

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