Stellenanzeigen schreiben: 5 goldene Regeln

Die Frage nach der richtigen Methode, um Azubis zu finden, erreicht uns immer wieder. Es ist nicht leicht – ganz im Gegenteil. Vor allem in der heutigen Zeit müssen sich die Unternehmen den Zugang zu den „guten Auszubildenden“ häufig mit einer Vielzahl an Mitbewerbern teilen. Ganz richtig gelesen: Sie bewerben sich um die Auszubildenden. Dieser Wandel ist nicht neu, jedoch haben viele die Anpassung ihrer Prozesse verpasst. Daher ist die Verwunderung meist enorm, wenn sich immer und immer wieder andere Unternehmen in der Region im Azubi-Recruiting durchsetzen und Sie auf der Strecke bleiben… Woran liegt´s? Ein erster Schritt könnte sein, Ihre Stellenausschreibungen einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Wir zeigen Ihnen heute 5 goldene Regeln, mit denen Sie bei Ihren zukünftigen Traum-Azubis punkten können.

Goldene Regel Nr. 1: Perspektive wechseln

Wer soll angesprochen werden? Richtig – der Bewerber. Also richten Sie Ihre Stellenanzeige auch gezielt auf den Auszubildenden aus. Denken Sie sich in ihre Perspektiven hinein und überlegen Sie genau, was für diese Zielgruppe ansprechend ist. Am besten gestalten Sie die Anzeige ganz individuell, d.h. sprechen Sie keine Massen an. Dafür ist ein wenig Vorstellungskraft gefragt: denken Sie an eine konkrete Person, z.B. Max. Max ist auf der Suche nach seinem Traumarbeitgeber… Was wäre für ihn interessant? Warum sollte sich ausgerechnet Max bewerben? Was wäre sein Nutzen? Stellen sie die Bedürfnisse und Wünsche vom Unternehmen hinten an.

Goldene Regel Nr. 2: Komplizierte Fachbegriffe streichen

Weiterentwicklung zum Facility Manager, Office Manager, Öko-Auditor, Rotationsdesigner, Industrial Sales Representative, Underwriter, Key Account Manager & Co. Wunderbare Namen für diverse Berufe… Jedoch verstehen die Wenigsten, was sich dahinter verbirgt. Schüler oder Auszubildende haben wahrscheinlich noch weniger Durchblick, wenn es darum geht, den Sprachduktus der Berufswelt zu entschlüsseln. Nehmen Sie also Abstand von missverständlichen Ausdrucksweisen in Ihrer Stellenanzeige.

Goldene Regel Nr. 3: auf allgemeines Blabla verzichten

Inhalte sollten aussagekräftig, präzise, konkret und KURZ gefasst sein. Hier ist Teamwork gefragt: wenn Sie selbst nicht genau wissen, was für den einzelnen Beruf wichtig ist, fragen Sie am besten beim zuständigen Kollegen nach. Setzen Sie sich zusammen und gehen Sie die essentiellen Kenntnisse und Fähigkeiten durch, die der Auszubildende mitbringen muss. Bitte überlegen Sie sich, wie Sie bestimmte Anforderungen abwechslungsreich formulieren können! Denn die immer wieder gleich lautenden Ausschreibungen, wie „Wir suchen einen flexiblen, engagierten, teamfähigen und organisierten Auszubildenden, der gute Englischkenntnisse und eine strukturierte Arbeitsweise mitbringen sollte… Wenn du dich angesprochen fühlst… Wir bieten zahlreiche Weiterbildungsmaßnahmen, ein nettes Team und….“ blabla…hat der Bewerber schon 1000x gelesen.

Goldene Regel Nr. 4: konkrete Vorzüge hervorheben

Wie eingangs schon erwähnt, hat sich der Arbeitsmarkt stark verändert. Sie konkurrieren mit vielen Unternehmen um die „besten Auszubildenden“. Daher ist die Stellenanzeige oftmals Ihre erste und manchmal auch letzte Chance die Vorzüge IHRER Firma hervorzustellen. Was hat Max davon zu Ihnen zu kommen? Hier sind Mitarbeitervorteile gefragt. Bitte schreiben Sie auch hier nichts Allgemeines, was Sie aus Verlegenheit bzw. als Alibi hinzufügen. Denken Sie genau nach… gibt es ein Sportprogramm für Mitarbeiter/Azubis, konkrete Firmenfeste/-aktivitäten an denen Azubis teilnehmen dürfen, regelmäßige Abteilungstreffen, finanzielle Vorzüge wie BahnCards oder einen Bonus für bestimmte Leistungen (Bonus- oder Provisionsmodelle), Kinderbetreuung, betriebliche Altersvorsorge, Umzugshilfen oder Mitarbeiterrabatt?

Goldene Regel Nr. 5: technische Optimierung und Qualitätssicherung

Optimieren Sie die Google-Suche Ihrer Stellenanzeige! Die meisten Azubis und solche, die es werden wollen, werden sich zunächst über Google über mögliche Jobs informieren. Ganze 75% nutzen die Internetsuchmaschine für diesen Zweck. Das heißt für Sie, dass Sie sich möglich gut online positionieren müssen. Beachten Sie daher die Länge des Jobtitels und die Meta Description (hat Auswirkungen auf die Listung bei Google). Natürlich sollten Sie auch die gängigen Qualitätsprüfungen wie die Rechtschreibung, die Druckversion des Dokuments, die richtigen Verlinkungen usw. ebenfalls nicht missachten. Fragen Sie dafür am besten nach der Meinung eines Kollegen – 4 Augen sehen immer mehr als 2 😉

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