Zielsetzung für Ausbilder

„Ziele setzen?! Dafür habe ich keine Zeit!“

Ja natürlich, schon klar, Sie lesen diesen Artikel sicherlich mit schlechtem Gewissen, da Sie ohnehin so viel mehr und dringendere Sachen zu tun haben. Sie nehmen sich jedoch gerade ein wenig Zeit, um Ihren Interessen nachzugehen. Bravo! Gut gemacht! Diese Zeit muss auch mal sein. Leider ist es immer häufiger so, dass wir im Alltag unter Stress und ständigem Zeitdruck funktionieren müssen. Dabei werden leider viel zu häufig persönliche Bedürfnisse und Vorlieben oft hinten angestellt. Einen gesunden Ausgleich sollten Sie sich allerdings trotzdem schaffen. Wie, fragen Sie sich sicherlich…Wie sollen Sie das denn nun auch noch schaffen, der Tag hat nun mal nur 24h, richtig? Richtig. Jedoch geht es hier nicht allgemein um Zeitmanagement, sondern vor allem um die Durchsetzung Ihrer ganz persönlichen Ziele, die Sie trotz Alltagsherausforderungen niemals aus dem Auge verlieren sollten.

Ob Kurzzeit- oder Langzeitziele beide Arten haben ihre eigene Daseins-Berechtigung. Ob Sie sich nun vornehmen am Samstagnachmittag den Hausputz fertig zu haben, um am Sonntag ein wenig Zeit für die Familie aufzubringen oder langfristig eine Fortbildung geplant haben, die bis Ende 2017 erfolgreich abgeschlossen sein soll – hier gilt die Regel: jedes Ziel ist sinnvoll, wenn es Ihnen persönlich gut tut und es für Sie Mehrwert bringt. Denn wenn wir wissen wofür wir es machen, dann sind wir von ganz allein motiviert. Die Hauptsache ist: Schreiben Sie es auf! Denn beim Aufschreiben Ihres Ziels erhöhen Sie die Verwirklichung um ganze 60%, da Sie alles, was Sie mehrmals täglich vor Augen haben verinnerlichen und Ihr Unterbewusstsein dann darauf eingestellt ist. Unsere Gedanken beeinflussen nämlich maßgeblich unseren persönlichen Erfolgsfaktor.

Darüber hinaus, gebe ich Ihnen noch als Tipp, Ihre Ziele SMART und in kleinen Teilschritten aufzuschreiben. Kleine Schritte führen zum großen Ganzen. Es ist sehr demotivierend einen riesen großen Berg Arbeit (siehe Hausputz) als Aufgabe vor sich zu haben, aber wenn man nur den Geschirrspüler als Teilziel ausräumen muss, ist es erträglich. Ja genau, tricksen Sie sich selbst ein wenig aus und belohnen Sie sich – falls nötig – nach jedem Erfolg. Nach der Geschirrspülmaschine: eine schöne Tasse Kaffee trinken. SMART bedeutet in diesem Zusammenhang zwar auch so viel wie „clever“, doch vielmehr ist es eine Abkürzung mit ganz wesentlichen Inhalten. Hier am Beispiel: Durchführung der Beurteilungsgespräche mit allen Auszubildenden.

S – Spezifiziert (was?). Die Besprechung vom Leistungsstand der 4 Auszubildenden nach den ersten 3 Monaten im Betrieb mit Ausbildungsleitung und Azubi selbst (wenn nötig: Lehrergespräche).

M – Messbar (wie?). Als „Messinstrument“ können Sie einen Gesprächsnachweis entwerfen. Hier bietet es sich an, besprochene Themen festzuhalten und Lernentwicklungen langfristig zu planen. Der Azubi sollte unbedingt Mitspracherecht haben.

A – Attraktiv (wofür?). Die Probezeit ist somit professionell erörtert, abgeschlossen und evaluiert. Sie sind einen Schritt weiter und ersparen sich später „böse Überraschungen“ hinsichtlich Diskrepanz zwischen Erwartungen und Realität auf beiden Seiten.

R – Realistisch. Bei einer durchschnittlichen Arbeitswoche von 39h ist 1h für ein Beurteilungsgespräch realistisch.

T – Terminiert (wann?). mind. 1 Gespräch á max. 1h pro Woche pro Auszubildender in einem Zeitraum von max. 4 Wochen.

Ihr Ziel könnte also lauten: „Ich spreche wöchentlich mit mind. 1 Azubi über seinen Leistungsstand nach den ersten 3 Monaten. Wir reflektieren, reden über Ausblicke und Lernentwicklungschancen. Dabei wird für jeden Einzelnen ein Gesprächsnachweis während der Besprechung ausgefüllt und in der Personalakte abgeheftet. Dies wird mir künftig bei Entscheidungen helfen und meine Erinnerung an die Probezeit des jeweiligen Azubis intensivieren. Zusätzlich erhält der Azubi wertvolles Feedback. In 4 Wochen werde ich mit allen Gesprächen fertig sein.“

Sie sehen also, auch die beruflichen Ziele und alltäglichen Arbeiten und Herausforderungen können Sie für sich festlegen und „leistungsorientiert verpacken“, um letztendlich erfolgreicher zu sein und Zeit zu sparen.

Nun: nehmen Sie sich erneut Zeit…und zwar, um Ihre Ziele aufzuschreiben. Danach läuft alles wie von selbst!

PS.: Kennen Sie schon unser Seminar „Zielsetzung für Ausbilder“? Kontaktieren Sie uns bei Interesse gerne. Wir bieten das Seminar Inhouse bei Ihnen für alle Ihre Ausbilder und Ausbildungsbeauftragten an oder auch als offenes Seminar hier in Freudenberg.

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