Wie Sie Azubis erfolgreich motivieren… Teil 1

Motivation ist in der Ausbildung mit das Wichtigste überhaupt. Bei einem motivierten Auszubildenden erledigen sich viele „Probleme“ von alleine, bzw. treten gar nicht erst auf. Gehen wir einige „typische Probleme“ mal durch (ok, vielleicht hier und da etwas überspitzt, aber ich denke Sie verstehen worauf ich hinaus will):

  • Ein motivierter Azubi hat Spaß an seiner Arbeit und macht diese (größtenteils) gerne, so dass er nicht ständig dazu angehalten werden muss
  • Jemand der motiviert ist lernt auch gerne und bereitwillig für die Berufsschule
  • Zu spät kommen scheidet praktisch aus, ein motivierter Azubi kommt gerne zur Arbeit
  • Es besteht auch eine Bereitschaft zu Überstunden, wenn diese notwendig sind

Diese Liste könnten wir noch lange fortsetzen mit diversen kleinen Problemchen von denen Ausbilder und Ausbildungsbeauftragte oft berichten. Nicht immer, aber sehr oft lautet der Schlüssel zur Lösung der Probleme: Motivation!

Da dies ein so wichtiges Thema ist haben wir dazu einen längeren Artikel vorbereitet, im ersten Teil geht es um die Einführung der Azubis in die Ausbildung. Hier können Sie den kompletten Beitrag auch ganz einfach hören:

Lachende motivierte Mitarbeiter ziehen am Seil

Der Ausbildungsbeginn ist für die Jugendlichen der Start in einen neuen Lebensabschnitt und dementsprechend wichtig – würdigen Sie dies und gestalten Sie den ersten Tag in Ihrem Unternehmen als etwas „Besonderes“ für den neuen Auszubildenden. Wichtig ist vor allem die gute Vorbereitung: Sorgen Sie dafür dass der Arbeitsplatz des neuen Azubi einsatzbereit ist, informieren Sie die Mitarbeiter über den Neuankömmling und benennen Sie einen Paten, dies kann zum Beispiel ein Auszubildender aus dem 3. Lehrjahr sein. Der Pate soll dem Jugendlichen in den ersten Tagen als Ansprechpartner beistehen und ihm Fragen beantworten (bei etwa gleichaltrigen ist die Hemmschwelle Fragen zu stellen geringer, der neue Azubi wird sich mit Problemen und Fragen am Anfang bei seinem Paten oft besser aufgehoben fühlen).

Organisieren Sie außerdem eine kleine Einführungsveranstaltung, je nachdem wie viele Auszubildende Sie einstellen kann der Umfang dabei natürlich variieren. Eine Betriebsführung mit kleiner Vorstellungsrunde und einem anschließendem Gespräch ist bei kleinen Betrieben mit nur einem Azubi eine gute Möglichkeit (vergessen Sie nicht sich auch zum Ende des ersten Tages nochmals mit Ihrem Azubi zum Gespräch zusammen zu setzen). Bei größeren Betrieben mit mehreren Azubis empfiehlt sich eine gemeinsame Veranstaltung zur Begrüßung der Azubis, machen Sie ein kleines Event aus dem ersten Tag! In vielen Betrieben wird den Auszubildenden zum Start auch eine Reihe von Seminaren angeboten, zum Beispiel zum richtigen Umgang mit Kunden, einem Azubi-Knigge, Lerntechniken und vielem mehr. Nicht nur große Unternehmen können das umsetzen: Es gibt auch Seminare wie die Azubi-Start-Tage in denen mehrere Azubis aus verschiedenen Betrieben gemeinsam wichtige Grundlagen zum Ausbildungsstart vermittelt bekommen.

Über ein schönes Erinnerungsstück an den ersten Tag freuen sich die meisten Auszubildenden sehr. Dies kann zum Beispiel das erste selbst gefertigte Werksstück sein oder ein gerahmtes Erinnerungsfoto. Vielleicht haben Sie auch eine Idee die zu Ihrem Unternehmen passt oder eine Verbindung zur ersten Abteilung des Azubis herstellt? Viele Jugendliche halten ein solches Geschenk in Ehren und erinnern sich noch Jahre später freudig an ihren ersten Tag als Auszubildender.

Und wie geht es nach dem ersten Tag weiter? Lesen Sie dazu nächste Woche den zweiten Teil unserer kleinen Motivationsserie. Um diesen nicht zu verpassen können Sie sich auch gerne hier unter dem Artikel für „Ausbilder-Infos“ eintragen. Damit erhalten Sie – neben unserer Checkliste „Für einen optimalen Ausbildungsstart“ – auch unseren kostenlosen Newsletter und werden immer direkt bei erscheinen eines neuen Artikels benachrichtigt.

 

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