WhatsApp Gruppe mit dem Ausbilder: 10 Dinge, die dafür sprechen

Mit mittlerweile über 800 Millionen Nutzern ist WhatsApp der bekannteste und meist genutzte Nachrichtendienst weltweit. 99% aller Jugendlichen zwischen 10 und 24 Jahren sind regelmäßig online und nutzen die digitalen Dienste. In die Thematik Facebook möchte ich gar nicht weiter eingehen, denn darüber könnte man unendlich viel berichten bzw. diskutieren. Zudem ist Facebook – sinnvollerweise – sowieso aus dem meisten Büros, Werkstätten und Dienststellen verbannt. Doch wo ein Handy, da auch Facebook bzw. WhatsApp.

 

Da die meisten Minderjährigen teilweise schon in der Grundschule ein Smartphone bekommen (natürlich nur, um sie im Notfall zu erreichen!), ziehen auch die neuen digitalen Kommunikationswege in die Kinderzimmer und in die spätere Arbeitswelt mit ein. WhatsApp Gruppen sind mittlerweile so gängig wie die frühere SMS. Da diese Dienste komplett kostenlos sind, finden sie natürlich großen Anklang.

 

Nochmal kurz zur Erklärung für diejenigen, die noch ein Nokia aus früheren Generationen besitzen 🙂 Eine WhatsApp Gruppe ist eine Art geschlossener Chat mit ausgewählten Gesprächspartnern, die gleichermaßen Nachrichten (Text, Bild, Video, Audio etc.) senden können. Diese Gruppen werden für interne Absprachen für Referate, Ausarbeitungen, Partybesuche, Terminabsprachen usw. genutzt. Wieso also nicht auch in der Ausbildung? Hier 10 Gründe, die dafürsprechen:

  1. Die Auszubildenden kennen sich bestens mit dem Tool aus und können die Funktionen prima nutzen.
  2. Die Auszubildenden haben ihr Handy immer – und damit meine ich wirklich IMMER – dabei. Das heißt: keine Ausreden mehr wie „Oh, das habe ich nicht gelesen/bekommen/gesehen/[beliebig erweiterbar]…“
  3. Sie können Ihre Azubis auch einmal ohne umständliches, lang organisiertes Azubimeeting erreichen.
  4. Dringende Infos oder Mitteilungen können sofort ausgetauscht werden und müssen nicht auf die nächste Memo am schwarzen Brett warten.
  5. Eher introvertierte Azubis, die in der großen Gruppe untergehen und sich nicht zutrauen sich mitzuteilen, haben hier eine wunderbare Plattform.
  6. Ihre Auszubildende haben vielleicht auch eine wichtige Nachricht für Sie und können es Ihnen so besser übermitteln.
  7. Meinungsabfragen und Diskussionen können sehr gut initiiert und durchgeführt werden.
  8. Sie können sehen, wer sich am Gespräch beteiligt und wer die Nachrichten gelesen hat.
  9. Anders als im klassischen Gespräch oder im Azubimeeting, in denen Sie (falls gewünscht) einen Protokollanten bestimmen müssten, haben Sie so stets die Möglichkeit etwas nachzulesen.
  10. Sie begeben sich auf Augenhöhe mit Ihren Azubis und kommunizieren durch ein ihnen bekanntes Mittel, was den Jugendlichen bestimmt entgegenkommt. Dadurch zeigen Sie Ihren Respekt und Toleranz neuen Medien gegenüber.

Vielleicht haben Sie bisher nie direkt über diese Möglichkeit des Austauschs mit Ihren Auszubildenden nachgedacht. Doch sicherlich ist es einen Versuch wert. Probieren Sie es aus! Ihre Azubis werden es Ihnen danken und sicherlich als innovative Idee sehen, um sich im 21. Jahrhundert mit ihrem Ausbilder auszutauschen. Falls es Ihnen in der Gruppe doch zu bunt werden sollte, kann man diese ebenfalls nach einigen Ermahnungen einfach schließen und zum guten alten Azubimeeting zurückkehren. Jedoch ist der Entzug einer geschlossenen digitalen „Insider“ Nachrichtengruppe die drastischste Konsequenz, die sich ein junger Mensch heutzutage vorstellen kann, denn dann müsste man sich ja wieder unterhalten 🙂

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