Umgang mit schwachen Auszubildenden

Es steht außer Frage, dass ein Auszubildender eine große Bereicherung für Ihr Unternehmen sein kann. Sie bringen neue Perspektiven und frischen Enthusiasmus mit ins Team. Dabei haben Sie natürlich die Chance die jungen Menschen weitestgehend nach Ihren Vorstellungen und Anforderungen zu formen.

Wenn Sie einem Jugendlichen die Chance bieten, hoffen Sie auf einen erfolgreichen Auszubildenden. Doch das klappt nicht immer. Wenn er sich eben nicht so macht, wie erhofft, gehört es dazu miteinander zu sprechen und festzustellen, wie Sie helfen können.

Der erste Schritt einem schwachen Azubi zu helfen, ist die Realisierung des Problems bzw. der Schwäche selbst. Da Sie nicht immer beim Azubi sein und nicht jeden einzelnen Arbeitsschritt überwachen können, kann dieser Schritt schon eine große Herausforderung darstellen. Daher ist ein enger Kommunikationsaustausch mit Kollegen und weiteren Ausbildern hilfreich. Regelmäßige Gespräche erhöhen die Wahrscheinlichkeit einem Problem rechtzeitig auf die Schliche zu kommen.

Die Auswirkungen auf andere Team Mitglieder sollten Sie ebenfalls stets im Auge behalten. Denn wenn Ihr Azubi nicht die erforderte Arbeit leisten kann, dann muss Sie jemand anderes in der Zeit erledigen. Das bedeutet eine gewisse Mehrbelastung für Kollegen. Um Frustration zu vermeiden, sollten Sie sicherstellen, dass der Ausbildungsablauf im Unternehmen bzw. in der Abteilung klar definiert, organisiert und geregelt ist. Schwächen und Fehler müssen schnell geklärt und behoben werden, am besten geben Sie dem Azubi hierfür einen festen Ansprechpartner an die Hand.

Nach der Realisierung sprechen Sie das Thema mit dem Azubi direkt an. Erklären Sie genau, worum es geht und weshalb der Auszubildende mit seiner derzeitigen Leistung die gewünschten Standards nicht einhält. Was läuft schief? Ist es zu schwierig? Hat er die Aufgaben unterschätzt? Gibt es vielleicht außerhalb der Arbeit Probleme? Was auch immer es sein sollte: erarbeiten Sie gemeinsam Ziele und versuchen Sie Ihre Hilfe anzubieten.

Das A und O für Nachhaltigkeit erreichen Sie mit einem sogenannten „Follow-Up“. Das heißt: fragen Sie nach gewisser Zeit nochmal nach, machen Sie direkt einen neuen Termin aus, um die gesetzten Ziele und deren Erreichung zu kontrollieren, stellen Sie ähnliche Aufgaben zur Übung bereit und werfen Sie öfters einen Blick auf die erledigte Arbeit. Wenn Sie das Gefühl haben, dass der Azubi „über den Berg ist“, können Sie die Zügel auch wieder ein wenig lockern.

Geben Sie Ihre Schützlinge nicht auf, nur weil Sie temporär die Leistung nicht erbringen. So wie auch wir, müssen bzw. können sie nicht immer 100% geben. Sie haben Vorlieben sowie Stärken und Schwächen auf verschiedenen Gebieten. Der springende Punkt ist, dass ihr Azubi Hilfe und Unterstützung erfährt – hier sind Sie gefragt.

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