Social Media Knigge für Ausbilder und Azubis: 15 Regeln – Teil 2

Letzte Woche haben wir Ihnen die ersten 8 Regeln für den professionellen Umgang mit Social Media genannt. Heute folgen Regel 9 – 15:

Regel 9. Privatsphäre (private Nachricht, statt Kommentar oder Pinnwand Post)

Facebook ist in der Grundeinstellung offen wie ein Scheunentor. In den Konto- und Sicherheitseinstellungen bestimmen Sie, wer Kommentare lesen darf und welche persönlichen Daten für die Community einsehbar sind.

Bild 2, Social Media Knigge

Regel 10. Gehen Sie offline

Wer rund um die Uhr bei Facebook eingeloggt ist und andauernd Neues veröffentlicht, hat offenbar nichts anderes zu tun. Permanente Aktivität erweckt den Eindruck, dass Sie unter mangelnder Aufmerksamkeit anderer leiden. Tipp: Wenn überhaupt, dann tagsüber nur in der Mittagspause oder am besten nach dem Feierabend bei Facebook aktiv werden.

Regel 11. Behalten Sie den Weitblick

Überlegen Sie vor jedem Eintrag, ob er auch später noch gut für Ihre Reputation ist. Das Internet vergisst nie. Stellen Sie sich die Frage: Möchte ich, dass meine Meldung auch in zwei Jahren gefunden und gelesen werden kann? Achten Sie auf Ihre ‚innere Stimme‘ und löschen Sie lieber direkt impulsive Einträge, die Ihnen selbst oder anderen schaden könnten.

Regel 12. Klarnamen bei Anmeldung verwenden.

Namen wie „Filmriss“, „Faule Socke“ oder „Vollrausch“ tragen zwar zur Belustigung bei, müssen aber unbedingt vermieden werden.

Regel 13. Betriebsgeheimnisse

Achtung! Dieser Teil kann mittlerweile sogar Bestandteil von Arbeitsverträgen sein. Prüfen Sie also unbedingt vor jedem Eintrag, ob dieser firmeninterne Geheimnisse preisgibt. Falls ja, unbedingt löschen!

Regel 14. Kommentare sachlich und fair formulieren.

Mobbing oder ausfallende Bemerkungen in Kommentaren sind ein absolutes NO GO! Dazu gehört auch das Überprüfen von Kommentaren (die auf Ihrer Seite zu lesen sind) Ihrer Kontakte. Diese lassen sich gegebenenfalls löschen.

Regel 15. „Hass-Gruppen“ sind tabu.

Sie ärgern sich über Ihren Chef, einen Politiker oder Ihre/n Azubi/s? Schlucken Sie den Frust hinunter – und verzichten Sie auf das Anlegen einer „Hass-Gruppe“ auf Facebook. Mit Rache-Aktionen handeln Sie sich nur Ärger ein und verstoßen gegen alle Regeln des Umgangs miteinander.

Schlussfolgernd können wir sagen, dass virtuelle Präsenz – also Ihr Auftritt und Ihre Diskussionsbeiträge – über Professionalität und Souveränität mitentscheiden. Sie werden diese Quelle vielleicht auch bereits genutzt haben, um Ihre Azubis auf deren Internet-Selbstdarstellung zu prüfen und haben dadurch Rückschlüsse auf deren Identität gezogen. Das ist menschlich und gehört mittlerweile dazu. Gehen Sie also mit gutem Beispiel voran – Sie wissen nun wie 🙂

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