Für Ausbilder: No-Gos in einem Vorstellungsgespräch – Teil 1

Vor ein paar Wochen haben wir Ihnen hilfreiche Tipps für ein gelungenes Vorstellungsgespräch gegeben. Nun werden wir uns den Inhalten nähern, die Sie unter allen Umständen vermeiden sollten. Als Faustregel gilt hier das alte Sprichwort: „Was Du nicht willst, was man dir tu´, das füg´ auch keinem anderen zu!“ Soll heißen: Bitte halten Sie sich nicht nur an die grundsätzlichen Verhaltensregeln, sondern lassen Sie sich von Ihren eigenen Erwartungen an den Bewerber im punkto Benehmen leiten.

Nun aber zunächst Schritt für Schritt…

  1. Bild 1, Artikel Vorstellungsgespräch Teil IIIUnpünktlichkeit

Was meinen Sie, wie das bei einem potentiellen Auszubildenden ankommt, wenn Sie sich bei einem fest ausgemachten Termin (auf den der Bewerber womöglich lang gewartet und welchen er tagelang geplant hat) verspäten? Dem Bewerber werden dann zahlreiche Gedanken durch den Kopf gehen: bin ich zu früh, habe ich den falschen Tag erwischt, vielleicht ist es ganz ungelegen, hat er/sie mich vergessen oder gar das ist ja hier schlecht organisiert… In jedem Falle ist Ihr „Gast“ nun um ein Vielfaches verunsichert und hinterfragt nicht nur sich selbst sondern im schlimmsten Falle auch die Entscheidung sich bei Ihnen beworben zu haben.

 

  1. Ungünstiger erster Eindruck

Der erste Eindruck ist, wie schon im ersten Teil ausführlich beschrieben, ein entscheidender Faktor, ob Sie den jungen Menschen zum Schluss einstellen möchten oder nicht. So ist es auch ein wichtiger Punkt für den Bewerber, wenn er/sie Sie das erste Mal sieht, ob er/sie für Sie als Vertreter der Firma arbeiten möchte. Unterschätzen Sie den enormen Schritt der Entscheidung über einen Ausbildungsplatz nicht! Die Entscheidung hängt nicht nur vom angebotenen Ausbildungsplatz, den Benefits und dem Unternehmen ab, sondern auch von Ihnen als Ausbilder. Wenn die Chemie zwischen Ihnen nicht stimmt wird sich der Azubi – wenn er die Möglichkeit hat – eher für einen anderen Ausbildungsplatz entscheiden.

  1. Unvorteilhaftes Erscheinungsbild

Der erste Kontakt: sympathisches Begrüßen des Kandidaten, aufmerksames Anbieten eines Getränks und aufrichtiger Einstieg in das Gespräch durch lockeren Small Talk gehört gleichermaßen zum ersten Eindruck wie ein professionelles Erscheinungsbild. Sie repräsentieren nicht nur Ihre Position und verkörpern somit eine gewisse Autorität, sondern stehen auch für die gesamte Firma und Branche in dem Moment des Kennenlernens. Es ist also am angebrachtesten sich Ihrem Unternehmen und täglichen Kleidungs- / „Uniform“ -vorschriften entsprechend zu kleiden. So kann der Kandidat sich direkt ein realistisches Bild über ein durchaus wichtiges Kriterium machen: Arbeitskleidung.

  1. Mangelnde Vorbereitung

Erinnern Sie sich kurz an einen Bewerber, der absolut mangelhaft in Ihren Augen vorbereitet war. Was zeichnete diesen Azubi aus? Lassen Sie mich raten: er/sie wusste kaum in welchem Unternehmen sie sich befinden bzw. wofür er/sie sich beworben hat oder was er überhaupt hier macht. Natürlich ist dies arg überspitzt. Jedoch kommt es leider in der Realität vor. Im Umkehrschluss darf man also von Ihnen als Vorbild erwarten, dass Sie sich mit der Bewerbung vorab beschäftig, die Unterlagen vollständig mitgebracht und natürlich geordnet haben. Notizen sind von Vorteil.

Dies sind allerdings nur die Anfänge der Stolperfallen, in die Sie tappen könnten. Nächste Woche werden wir die „Auf gar keinen Fall“ Fakten vervollständigen. Sie werden sich wundern, worauf Sie alles achten sollten…

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