Artikel in der „Personalwirtschaft“ 06/17

„Gegen den Trend“ lautet der Titel von Winfried Gertz, ein interessanter Artikel über das Recruiting im Ausbildungsbereich mit vielen Aussagen von AzubiScout. Hier zwei kurze Absätze aus dem Interview:

„…„Seit Jahren tut sich ein überwältigend hoher Anteil der Unternehmen schwer, Azubis zu finden“, beobachtet Daniela Gieseler, Inhaberin von AzubiScout in Freudenberg. „Wem es nicht gelingt, Nachwuchs zu gewinnen, der muss sich Fachkräfte teuer einkaufen.“ Doch das setzt überzeugende Strategien voraus, um Jugendliche möglichst früh auf sich aufmerksam zu machen, sie für interessante, zukunftsträchtige Berufe zu begeistern und ihnen schließlich als Nachwuchskräften im Betrieb nicht minder spannende Aufgaben zu übertragen. Beginnen sollten Personaler und Ausbildungsleiter mit einer schonungslosen Analyse: Warum sollte sich eigentlich jemand bei uns bewerben? Wer sich eigener Stärken besinne, erläutert Gieseler, könne die für Jugendliche „attraktiven Facetten“ gezielt an die Zielgruppe kommunizieren. Doch damit tun sich viele Betriebe schwer. Auf die Frage, warum sich ein Jugendlicher bewerben sollte, müssten Personaler die schlagenden Argumente wie ein Ass aus dem Ärmel schütteln. „Oft kommt jedoch nur Wischiwaschi“, sagt die Expertin, die derlei Erfahrungswerte auf dem 2. Ausbildungsleiterkongress Ende November in Düsseldorf präsentieren wird. Was ist zu tun?…“

„…Von solchen Bedingungen sind viele Ausbildungsbetriebe jedoch Lichtjahre entfernt. Dennoch lohnt es sich, die eigene Position kritisch auf den Prüfstand zu stellen. So kommen die Fehler ans Tageslicht – aber auch die Potenziale, wie Gieseler berichtet. Jahrelang fand eine Firma aus der Elektrobranche keinen einzigen Auszubildenden. Das musste der Betrieb sich selbst ankreiden. Fehler Nummer eins: Stets wurde dieselbe Stellenanzeige geschaltet. Fehler Nummer zwei: Niemand erfuhr, dass die Firma in einem Teilchenbeschleuniger-Projekt mitmischte, einer aus Sicht der Zielgruppe spannenden Themenwelt. Umgehend sorgten die Berater im Recruiting für frischen Wind und peppten die Inserate mit wichtigen Botschaften auf. Das zahlt sich aus: „Inzwischen bewerben sich mehr Kandidaten als je zuvor. Jedes zweite Profil ist von hoher Qualität“, so Gieseler. …“

Quelle: Personalwirtschaft 06/2017, „Gegen den Trend“ von Winfried Gertz

https://www.personalwirtschaft.de/produkte/archiv/magazin/ausgabe-6-2017.html

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